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Gehölzschnitt • Baum- und Gefahrenfällungen • Gartengestaltung • Gartenpflege

Gartenbonsai, Art Bonsai-Formschnitt, Figurenschnitt, Formschnitt, Architektonischer Schnitt

 

 

Schnittarten an Gartenbonsai, Art-Bonsai Formschnitt, Figurenschnitt, Geometrischer Formschnitt, Architektonischer Schnitt.

Eine Ausnahme bildet hier jedoch der Gartenbonsai. Hier werden gerne kleinere Baumarten, beziehungsweise auch mittlere bis große Straucharten mit besonderen Wuchseigenschaften genommen.

Was diese Schnittarten alle gemeinsam haben. Ist, das jeweils nach Pflanzentyp meistens nur ein geringer Triebnachwuchs zurück geschnitten wird – werden muss. Die Pflanzen zeigen jeweils nach Art und Form den jeweiligen Schnitttyp, der auch ohne Schnitt noch gut erkennbar ist. Beim Schneiden muss jeweils darauf geachtet werden das der alte Schnitt genau in seiner Form wiedergegeben wird. Ob es sich nun bei einem kleineren Art Bonsai, oder bei einem größeren Formschnitt handelt. Alle Schnittarten müssen immer mit einer sehr scharfen Trimmerheckenschere oder anderen sehr scharfen Scheren ausgeführt werden, um braune oder abgeknickte Schnittstellen zu vermeiden. Da hier das Augenmerk besonders auf die Form und somit auch auf die Schnittstellen gelegt wird, fallen braune oder geknickte Schnittstellen sofort auf.

Die hier am meisten verwendeten Pflanzenarten sind:

Buchsbaum in Arten und Sorten für Art Bonsai, Figurenschnitt und Formschnitt

Ilex crenata in Arten und Sorten für Art Bonsai, Figurenschnitt und Formschnitt

Hainbuche für Architektonischen Schnitt

Eiben / Taxus in Arten und Sorten für Art Bonsai, Formschnitt, Architektonischen Schnitt

Zypressen und Lebensbaum werden auch für Art Bonsai und Formschnitt genommen – wobei diese zwei Pflanzenarten nicht immer dabei so gut aussehen.

 

    Gartenbonsai Schnitt

    Beim Schneiden eines Gartenbonsai muss auf die natürliche Wuchsform der Pflanze geachtet werden. Ein Gartenbonsai ist kein Formgehölz, sondern eine Pflanze, ein Baum oder Strauch, der im kleineren Verhältnis einer normal wachsenden Pflanze wie z.b. einer großen Kiefer, Eiche, Ahorn, oder anderen natürlich wachsenden Pflanzen in kleinerem Maßstab ähnlich aussieht.

    Der natürliche Habitus, das natürliche Erscheinungsbild der Pflanze, je nach welchen Standort man die Pflanze gewähren lassen möchte, ist oberstes Gebot.

    Der Schnitt am Bonsai sollte wenn möglich kaum oder gar-nicht zu erkennen sein!

    Der Bonsai Schnitt und das Formen eines Gartenbonsai hat und ist seine ganz eigene Philosophie des Pflanzenformens.

    Hier wird mit Respekt gegenüber dem Leben was vor einem steht, der Pflanze, gearbeitet.

    Ein gepflegter Gartenbonsai kann über mehrere Generationen vererbt werden und stellt nicht nur einen finanziellen Wert dar, sondern es ist Liebe und Leidenschaft zur Pflanze.

    Für den „großen“ Bonsai-Formschnitt, wo sich der „Baum“ als Ganzes zeigt. Nur wesentlich im kleineren Maßstab. Eignen sich Pflanzenarten / kleinere Baumarten mit kleineren Blätter, feineren Nadeln. Sowie feiner Verzweigung der Astpartien. Oder schon Arten die in ihrem Habitus / natürlichere Gestalt den Ansatz von Bonsai erkennen lassen. Auch Strauch- Baumarten die sich in ihrem Habitus / Astpartien in gewünschte Richtungen lenken lassen.

    Mögliche Pflanzenarten hierfür können sein:

    Acer palmatum in Sorten

    Acer japonicum in Sorten

    Cersis siliquastrum in Sorten

    Cornus in Arten und Sorten ( alternifolia / florida / kousa / mas )

    Nothofagus antarctica

    Ginko biloba

    Hier können Nadelgehölze eine besondere Stellung in den Gartenbonsai einnehmen. Da ihre immergrüne und teils glatte Erscheinung sie gut zur Geltung bringen. Wie:

    Pinus / Kiefern – besonders hier die Pinus parviflora in Sorten

    Natürlich kann man alle kleineren und auch größere Baumarten hier für den Gartenbonsai nehmen. Und ihnen seine gemochte Baum- Aststruktur geben. Man muss jedoch dabei beachten das die Astpartien und auch der Stammverlauf mit Werkzeug sowie Drähten geformt werden muss. Dabei während des Jahres immer wieder die Triebspitzen ein-kürzen und oder neu formen – ziehen muss. Es ist „Arbeit“ mit Liebe zum Ganzen! Wobei jeder einzelne, selbst kleinste Arbeitsschritt, ein wesentliches zum Ganzen ist. Je nachdem wie hoch man seinen Anspruch an sich und der Pflanze stellt. Jede Vernachlässigung in der Pflege des Gartenbonsai zeigt sich über Jahre. Wenn nicht über Jahrzehnte bei wertvollen Gartenbonsai. Gartenbonsai werden in der Regel in kleinen, mittelgroßen, bis hin zu großen, sehr großen flachen Schalen gezogen. Wo ihr Wurzelwachstum eingegrenzt ist und sich die gegebene Wuchsform besser darstellen lässt. Gartenbonsai können Größen von 20 cm / 30 cm bis hin um die 2 Meter aufweisen. Je nach Pflanzenart und Anspruch.

    Art-Bonsai Formschnitt

     

    Beim Art-Bonsai Formschnitt werden die Astpartien und auch der Spitzenbereich in gewisse runde,  halbrunde bis flach-runde Formen geformt und geschnitten. Diese Pflanzen / Art-Bonsai werden in der Regel direkt in den Garten gepflanzt und bedürfen keiner Schale oder Topfes. Es werden in der Regel Pflanzenarten genommen die sich sehr gut in einzelne Astpartien aufgliedern lassen. Zudem meistens auch eine Immergrüne Belaubung / Benadelung aufweisen. In der Regel bestehen die Art-Bonsai aus kleineren bis mittelhoch wachsenden Strauch- und Baumarten.

    Je nach Pflanzenart reichen ein bis zwei Schnitte pro Jahr aus. Die Werkzeuge sollten hier wie auch bei anderen Schnittarten immer scharf sein, um braune und oder abgenickte Stellen zu vermeiden. Bei Art-Bonsai mit Blättern müssen die Blätter sauber und glatt mit der Schere geschnitten / durchtrennt werden um braune Stellen und oder abgequetschte Blätter zu vermeiden.

    Die Formen werden immer bis zum alten vorherigen Schnitt zurück-geschnitten. Damit die Pflanzen immer ein glattes und geordnetes Bild darstellen.

    Art-Bonsai zeigen ein Erscheinungsbild was mit dem natürlichen Habitus einer Pflanzenart in der Regel nichts mehr gemein hat. Es ist eine vom Menschen gestaltete Form an den Pflanzen die eine Art „Baum“ darstellen soll.

    Hier geeignete Strau- und Baumarten sind:

     

    Laubgehölze:

    Buxus sempervirens arborescens

    Carpinus betulus

    Fagus sylvatica purpurea in Sorten

    Ilex crenata in Sorten

    Malus sylvestris in Sorten – Veredelungen – Zierapfel

    Ulmus carpinifolia – glabra

     

    Nadelgehölze:

    Chamaecyparis obtusa in Sorten

    Chamaecyparis pisifera in Sorten

    Cryptomeria japonica in Sorten

    Ginkgo biloba

    Larix in Arten und Sorten

    Pinus in Arten und Sorten

    Taxus in Arten und Sorten

    Thuja in Arten und Sorten

    Thujopsis dolobrata

     

    Wobei auch andere Strauch- und Baumarten hierfür genommen werden können. Es kommt hier auf den Anspruch an, den man für sich stellt!

    Wichtig hierfür ist, das die Pflanzen einen nicht zu starken Seitenaustrieb haben sollten. Und auch nicht zu große Blätter bekommen.

    Ein zu starker Austrieb, sowie zu große Blätter bringen das Erscheinungsbild eines Art-Bonsai in Bedrängnis. Die Form wird zu schnell aus den „Angeln“ genommen. Ein zu häufiger Schnitt wäre die Folge. Und damit ein „Besenartiges“ Aussehen der Astpartien.

    Figurenschnitt

     

    Beim Figuren-schnitt soll der Pflanze, dem Strauch oder Baum, eine gewollte Form gegeben werden. Hierbei sind Figuren wie Männlein, Personen, Tiere, oder auch Figuren aus Spiralen oder an einem Stammverlauf mehrere gegebene Kugeln anzutreffen.

    Im Figuren-schnitt werden Gebilde nach eigener Phantasie entworfen und in den Schnittarten dargestellt.

    Es können Größen von unter einem Meter, sowie Größen von mehreren Metern abgebildet werden. Je nachdem was man künstlerisch aus der Pflanze formen möchte.

    Hierbei werden in der Regel gut Schnitt-verträgliche Arten genommen. Oder Arten die straffe und dichte Wuchseigenschaften aufweisen.

     

    Hierbei ist zu unterscheiden, in der Form des Figuren-schnitt.

    Laubgehölze eignen sich besser für Männlein, Personen, Tiere oder aufwendigere Gebilde die man formen möchte.

    Nadelgehölze eignen sich hier besser für Kugeln, Spiralen oder andere symmetrische Formen.

     

    Oft anzutreffende Strauch- und Baumarten sind unter anderem:

     

    Laubgehölze:

    Buxus in Arten und Sorten

    Carpinus betulus

    Ilex crenata

    Lonicera pileata

     

    Nadelgehölze:

    Chamaecyparis lawsoniana in Sorten

    Taxus in Arten und Sorten

    Thuja in Arten und Sorten

     

    Man kann sich natürlich auch in anderen Strauch- und Baumarten versuchen.

     

    Bei der Pflege solcher Figuren sollte schon ein zweimaliger Schnitt bei den Laubgehölzen und mindestens ein einmaliger Schnitt bei Nadelgehölzen im Jahr vorgenommen werden. Je größer sie den Anspruch an die Figur stellen und dann auch seine Pflege / Schnitt und um so ordentlicher wirkt die Figur. Auch ist noch hinzuzufügen das beim Figuren-schnitt auf die Dreidimensionale Ansicht geachtet werden muss. Die Figur muss von allen Seiten zeigen was sie auch darstellen soll. Zum Beispiel ein „Männlein“.

    Geometrischer Formschnitt

     

    Beim geometrischen Formschnitt finden sich auch oft Figuren aus dem Figuren-schnitt wieder. Es sind dann mehrere geometrische Formen an einer Pflanze. Oft an einem Stammverlauf von unten nach oben. Entweder mit gleichen Formen in verschiedenen Größen, oder von unten nach oben in verschiedenen Formen und Größen.

    Geometrische Formen kommen in der Regel aus der Geometrie und werden gezielt so eingesetzt das immer eine gleichschenklige Ausrichtung der Formen gegeben sein soll. Bei mehreren Formen an einer Pflanze geben Abstand und Größe zueinander das Wirkungsbild der geometrischen Form der Pflanze an sich.

    Geometrisch geschnittenen Gehölze werden meistens in Kugeln einzeln oder am Stammverlauf abgebildet. Sowie auch Kegel, Zylinder, Pyramiden, Würfel, Quader. Dieses sind die meisten Formen beim geometrischen Formschnitt.

    Natürlich gibt es aus der Geometrie noch weitere Formen, die jedoch selten genommen werden wie: Tetraeder ( ähnlich einer Pyramide – jedoch mit nur drei obenliegenden Seitenflächen ), Oktaeder ( ähnlich eines Würfels – jedoch die Form auf einer Spitze gestellt ).

    Genommen werden hier meistens Strauch- und Baumarten die durch den Schnitt ein straffes sowie glattes Erscheinungsbild darstellen!

     

    Meistens sind diese Strauch- und Baumarten:

     

    Eiben – Taxus in Art und Sorten

    Lebensbaum – Thuja in Arten uns Sorten

    Zypressen – Chamaecyparis lawsoniana in Sorten

    Stechpalme – Ilex crenata in Sorten

     

    Natürlich kann man hier auch andere Strauch- und Baumarten verwenden.

    Jedoch finden bei den geometrischen Formen in Regel Immergrüne Strauch- und Baumarten ihre Verwendung!

    Bei der Pflege ist mindestens ein Schnitt pro Jahr mit scharfen Werkzeug / Scheren / Heckenscheren notwendig. Und dieses immer bis auf den alten Schnitt, damit die geometrische Form gut erhalten bleibt. Gerne wachsen Pflanzen aus ihrer Form heraus. Wird hier die Pflege vernachlässigt, zeigt sich dieses sofort im Erscheinungsbild!! Auch ist hier die dreidimensionale Ansicht sehr wichtig um ein perfektes Bild darzustellen.

    Architektonischer Formschnitt

     

    Beim Architektonischen Formschnitt steht die dreidimensionale Darstellung der einzelnen Formen zu einem Ganzen im Vordergrund.

    Die meisten Darstellungen führen aus Würfeln, Quadern oder Kugeln die in sich von mehreren verschiedenen Größen in einem Objekt als ein Ganzes optisch hinein-verschoben werden. So das hier in der Regel eine Figur aus mehreren Größen einer Form entsteht. Die verschiedene Höhen, Breiten und Tiefen erscheinen lässt.

    In der Regel sehen wir hier geometrische Formen einer Art oder verschiedener Arten die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Solche Schnittformen wie der Architektonische Formschnitt wird gerne von Architekten in der Gartenplanung verwendet. Entweder um ein einzelnes Objekt als Blickfang in der Gartenanlage zu gestalten. Oder solches im Eingangsbereich einer kleineren Anlage. Wobei der zur Verfügung stehende Bereich fasst vollkommen oder sogar vollkommen mit solchen Formen ausgereizt wird. So das wir keine natürliche Gartenbepflanzung zum Erscheinungsbild erkennen können. Beispiele hierfür sind Französische Barockgärten. Und man sieht solche architektonischen  Schnittformen auch im Bereich von Schlossgärten. Solche architektonischen Formschnitte sollten zweimal im Jahr mit scharfen Maschinen / Scheren bis auf den alten Schnitt nach-geschnitten werden. Gerade bei solchen Anlagen ist es besonders wichtig das jedes Jahr nach-gedüngt und auf die Erhaltungskalkung / PH Wert geachtet wird. Solche Anlagen bedecken in der Regel eine große Oberfläche des Erdreiches / Boden wo sich in der Regel kaum neuer Humus bildet. Somit wird dieser Erdbereich mit den Jahren von den Pflanzen aufgezehrt.

     

    Die meisten Pflanzenarten die hierfür verwendet werden sind:

     

    Eiben – Taxus in Arten und Sorten

    Hainbuchen – Carpinus betulus in Sorten

     

    Dieses sind die stabilsten und ausdauerndsten Pflanzenarten für solche Schnittformen. Natürlich lassen sich auch andere Strauch- und Baumarten hierfür verwenden.

    Bei kleineren Gebilden findet auch folgende Pflanzenart eine Möglichkeit:

     

    Ilex crenata in Sorten

     

    Wenn man sich für die architektonischen Schnittformen entscheidet. Muss man immer auf das genaue Ziehen der Formen achten. Das heißt beim schneiden. Ein Kugel sollte auch perfekt wie eine Kugel aussehen. Auch wenn sie nur zum Teil aus einem anderen Gebilde herausschaut. Bei Würfeln und Quadern ist darauf zu achten das die Schenkel immer im Rechtwinkeligen Bereich verlaufen und wenn möglich exakt gerade geschnitten werden. Und das Ganze immer sauber im Dreidimensionalen Blickwinkel.