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Gehölzschnitt • Baum- und Gefahrenfällungen • Gartengestaltung • Gartenpflege

Heckenschnitt an Laubgehölzen und immergrünen Gehölzen

 

 

Allgemeiner Heckenschnitt

Der allgemeine Heckenschnitt wird von Mitte Juni bis Ende Februar durchgeführt.
Je nach Anforderungen die man an seine Hecke stellt kann diese bis maximal dreimal im Jahr geschnitten werden.

In der Regel werden die meisten Laubgehölzhecken einmal im Juni – Juli z.B. bei Hainbuche, Liguster, Rotbuche, Weißdorn, sowie einmal im Oktober, November, Dezember geschnitten. Bei zweimaligen Schnitt im Jahr bekommt man eine recht dichte Hecke.

Bei Lorbeer kann einmal im Juni Juli geschnitten werden. Und wenn möglich das zweite Mal mitte bis ende Februar. Den zweiten Schnitt bei Lorbeer so spät, damit es nicht zu möglichen Frostschäden kommt. Sollte beim Lorbeer der Anspruch nicht so hoch sein, reicht hier auch ein einzelner Schnitt im Februar.

August – September werden die meisten Koniferenhecken wie Lebensbaum und Scheinzypressen geschnitten. In der Regel reicht hierbei ein Schnitt im Jahr. Bei Eiben können zwei Schnitte – einmal im Juni Juli und August September ausgeführt werden. Sollte hier der Anspruch nicht so hoch sein. Würde auch ein Schnitt im Oktober November ausreichen. Koniferen wenn möglich nicht zu spät schneiden, damit die Schnittwunden gut verheilen können. Um braunen Stellen an den Schnittkanten im Winter vorzubeugen.

Auch ist es möglich bei geringen Anspruch den man stellt, die Hecke einmal im Winter bei geringen Frost zu schneiden. Bei feinzweigigen Sträuchern sollte darauf geachtet werden das die Temperaturen beim Schnitt an der Taugrenze liegen, um ein reißen der Triebe zu vermeiden.

Der Anspruch den man an sich stellt zeigt wann und wie oft die Hecke geschnitten wird.

Wichtig, es sollte immer scharfes Werkzeug verwendet werden um unnötige Verletzungen der Pflanzen zu vermeiden und um den Neuaustrieb besser zu gewährleisten. Und das Schnittbild glatt und sauber aussehen zu lassen.

Auch beim allgemeinen Heckenschnitt sollte immer darauf geachtet werden das nicht zu-viel neue Pflanzenmasse stehen bleibt, sondern das die Hecke ihre schöne glatte und gerade Form behält. Das heißt, so gut es geht bis auf den alten Schnitt die Hecke zurücksetzen. Hierbei jedoch darauf achten das nicht in die alte Struktur hineingeschnitten wird. Wenn zu tief geschnitten wird hat die Hecke ein Problem mit dem Neuaustrieb. Beim Sommerschnitt reagieren Rotbuche und Zypressen empfindlich auf zu starken Schnitt in die alte Struktur.

Nach einigen Jahren kann es notwendig sein bei einer Hecke im Winter einen stärkeren Rückschnitt vorzunehmen um auf die alte Form zurückzukommen. Dieses ist jedoch nicht bei allen Pflanzenarten möglich, wie z.B. bei Zypressen.  Nach einigen Jahren des Heckenschnitts bleibt immer etwas mehr Masse stehen, so das die Hecke irgendwann zu breit oder zu groß erscheint und dann in ihre alte Form gebracht werden muss. Solch ein Schnitt wird dann immer im Winter vorgenommen, wenn die Hecken in der Ruhephase sind.

Wenn Hecken immer in ihre vorherige Struktur geschnitten werden, sollten Hecken auch regelmäßig gedüngt und gekalkt werden. Um Ausfall in der Hecke vorzubeugen.

 

Hecken bilden für den Artenschutz eine wichtige Rolle beim Brutschutz für Vögel. Deswegen ist der Bestand von Hecken im Gartenbereich nicht zu unterschätzen!

    Laubgehölze – Laubgehölzhecken

    • Hecken aus Laubgehölze werden in zwei Gruppen eingeteilt.

      Einmal in Laubabwerfende Hecken und einmal in Immergrüne Laubgehölzhecken.

      Bei den Laubabwerfenden Hecken sind am häufigsten Hainbuche, Rotbuche, Liguster, Weißdorn anzutreffen. Die eine dichte und glatte Struktur in der Heckenform aufweisen und auch einen guten Brutschutz für Vögel bieten.

      Des-weiteren eignen sich bei den laubabwerfenden Sträuchern Berberitze, Deutzia, Forsythia, Philadelphus, Feuerdorn, Spiraea, Hartriegel für Hecken im Gartenbereich die noch eine relative feste und glatte Struktur im Heckenschnitt zeigen können.

      Möchte man höhere laubabwerfende Hecken – mehr als 2,5 / 3 Meter auf seinen Grundstück haben eignen sich stärker wachsende Gehölze wie Feldahorn, Hainbuche, Rotbuche, Hartriegel in Arten, Crataegus in Arten und Sorten, Holunder dazu.

       

      Bei klein-bleibenden Hecken eignen sich Buchsbaum, Ilex crenata in Sorten, Berberis in Arten und Sorten, Deutzia gracillis, Geißblatt – Lonicera pileata, Fünffingerstrauch – Potentilla in Sorten, klein-bleibende Kultur-Rosen in Sorten, sowie Euonymus fortunei in Sorten. Bei Obstgehölzen können Blaubeere und Preiselbeere als Randbepflanzung gut genommen werden. Gesamt diese kann man bei guter Pflege in einer Höhe von 0,20 – 0,50 Meter halten.

       

      Bei immergrünen Laubgehölzhecken eignen sich Berberis in Sorten, Buchsbaum, Ilex in Arten und Sorten, Liguster in Arten und Sorten, Lorbeer in Arten und Sorten, sowie Rhododendron in Arten und Sorten. Immergrüne Laubgehölze verlieren meistens einen Teil ihrer Blätter beim Neuaustrieb im Frühjahr.

       

      Alle Laubgehölzhecken bieten für den Artenschutz einen wichtigen Bereich im Vogel-Brutschutz, als Vogelnährgehölz, sowie als Bienennährgehölz.

      Diesbezüglich sind Hecken in unserer Kulturlandschaft und unserem Gartenbereich wichtige Stützpunkte im Artenschutz.

      Koniferen-Hecken – Immergrüne Nadelgehölzhecken

      • Bei den Koniferen eignen sich Lebensbaum in Arten und Sorten, Eiben in Arten und Sorten, Zypressen in Arten und Sorten, sowie Baumzypressen in Arten und Sorten gut.

         

        Für den normalen Gartenbereich – Hecken bis 2 Meter Höhe eignen sich bestens Eibe und Lebensbaum. Diese sind bei den Koniferen-Hecken beim Schnitt am Unempfindlichsten. Treiben auch nach wenn man mal etwas tiefer in die alte Struktur geschnitten hat. Bei diesen beiden Gattungen ist auch ein leichter Winterschnitt in die ältere Struktur möglich. Wobei man bei Lebensbaum etwas Vorsicht walten lassen sollte und nicht zu tief in die alte Struktur zu schneiden. Eiben dagegen machen schon ein wenig mehr mit. Sie nehmen es meistens nicht so eng, wenn man etwas tiefer in die alte Struktur schneidet.

         

        Bei Zypressen sollte von Anfang an immer gut auf den alten Schnitt geschnitten werden. Da man bei Zypressen keinen Korrekturschnitt in die alte Struktur machen kann. Schneidet man bei den Zypressen in die trockene kahle Substanz, ist es für die Pflanzen in der Regel unmöglich dort wieder auszutreiben. Wenn sie Zypressen als Heckenpflanzen möchten, sollten sie sich bewusst darüber sein. Das diese Hecken immer mit Achtsamkeit zu schneiden sind. Die normalen Zypressen eignen sich gut für Hecken bis 2 Meter. Wobei die Baumzypressen sich auch sehr gut für Hecken weit über 2 Meter eignen.

         

        Beim Artenschutz können Zypressen-Hecken auch einen wichtigen Bereich bilden. Sie dienen als Brutschutz und Schlafplatz, sowie als Schutz gegen Regen und Kälte, für Vögel.